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Alte Sorge Schleife

Das LIFE-Limosa Projektgebiet im Naturschutzgebiet Alte Sorge Schleife liegt eingebettet inmitten der großräumigen Flusslandschaft Eider-Treene-Sorge.
Diese Feuchtgebietslandschaft ist das größte zusammenhängende Niederungsgebiet Schleswig-Holsteins außerhalb der Küstenregionen und hat internationale Bedeutung. Denn neben wichtigen Brutvorkommen von Wiesenvögeln wie Kiebitz und Uferschnepfe liegen hier die Rast- und Überwinterungsgebiete für Arten wie Zwergschwan, Singschwan und Goldregenpfeifer, die aus Sibirien und Skandinavien hierher ziehen. Charakteristisch für das Gebiet sind die ausgeprägten Mäanderschleifen der Alten Sorge, die schlängelnd die flache Landschaft durchziehen.

Artenreichtum

Die Alte Sorge Schleife bietet aufgrund des hohen Grundwasserstandes, winterlicher Überschwemmungen und angestauter Gräben ideale Lebensbedingungen für Tiere und Pflanzen, die auf feuchte Lebensräume angewiesen sind. Wiesenschaumkraut und Kuckuckslichtnelke sorgen im Frühjahr für einen bunten Blütenteppich, Großer Brachvogel und Bekassinen werden über den Feuchtwiesen gesichtet und in den Gräben rufen die leuchtend blauen Moorfrösche.

Fakten

Status

Natura 2000
Naturschutzgebiet

Eigentümer

Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein

Erlebnismöglichkeit

Aussichtturm am Naturschutzgebiet
Naturschutzstation Bergenhusen

Betreuung

Integrierte Station Eider-Treene-Sorge und Westküste, Bergenhusen

Bestand 2015


Uferschnepfe: 2 Brutpaare

Nutzung

Die ersten Flächen der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein wurden zu Naturschutzzwecken Ende der 1970er hier erworben. Seitdem hat sich das Naturschutzgebiet auf 758 Hektar erhöht und wird überwiegend von örtlichen Landwirten extensiv bewirtschaftet. Die Grünlandflächen werden meist als Weiden mit Pflegeschnitt, späte Mahd mit Nachweide und vereinzelt als reine Mähwiesen mit speziellen Auflagen genutzt.

Das Projekt

Im Zuge des LIFE Limosa Projektes sind zahlreiche Maßnahmen auf den im Eigentum der Stiftung Naturschutz befindlichen Flächen geplant. Sie betreffen insbesondere die Wasserverhältnisse, die weiter an die Bedürfnisse der Wiesenvögel angepasst werden sollen und gleichzeitig weiterhin die Bewirtschaftung der Flächen ermöglichen müssen. Uferschnepfen und andere Wiesenvögel sind auf offene Bereiche und eine freie Sicht angewiesen. Somit ist auch das Zurückdrängen höherwüchsiger Pflanzen durch Mahd und die Beseitigung von Störkulissen (Röhrichte, Gebüsche, Bäume) Ziel zahlreicher Aktivitäten. Wie in anderen Projektgebieten auch werden während der 10-jährigen Projektlaufzeit zahlreiche weitere Maßnahmen umgesetzt.

Bestandstrend Uferschnepfe