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Speicherkoog Süd

Der südliche Teil des Speicherkoogs  entstand – wie auch der Speicherkoog Nord –  1973 durch die Eindeichung der Meldorfer Bucht und wird von der Bundeswehr als Testgebiet genutzt. Der Zutritt ist zu diesem Gebiet ist generell untersagt. Die Flächen werden nach den Bedürfnissen der Bundeswehr offen gehalten. Nur im Nordosten und Südwesten gibt es kleinere Gehölze.







Bestandstrend Uferschnepfe

Nutzung

Ein großer Teil des Gebietes wird als militärisches Gebiet zur Waffenerprobung an wenigen Tagen im Jahr genutzt. Die Pflege erfolgt auf diesen Flächen durch Mulchen einmal pro Jahr oder alle zwei Jahre. Andere Flächen insbesondere im Norden und Osten des Gebietes werden mit Schafen und Rindern beweidet und z. T. nach landwirtschaftlichen Gesichtspunkten entwässert.

Fakten

Status

Natura 2000
Vogelschutzgebiet

Bestand 2015

Uferschnepfen: 128 Brutpaare

Eigentümer und Betreuung

Bundeswehr

Wiesenvogelvorkommen

Der Koog ist Brut- und Rastplatz für Wiesen- und Küstenvögel sowie für Röhrichtbrüter. Nonnengänse, Alpenstrandläufer, Dunkler Wasserläufer und Grünschenkel rasten in international bedeutender Anzahl hier. Ungefähr 1.300 Hektar sind innerhalb des gesamten Speicherkooges Wiesenvogelkerngebiet. Die Uferschnepfe ist hier mit einer stabilen Tendenz vertreten. 2013 zählten Ornithologen 89 Brutpaare. Der Speicherkoog Süd und der Speicherkoog Nord weisen zusammen den stärksten Bestand der Uferschnepfe in allen von allen Projektgebieten auf. Die ersten Kampfläuferbruten in Schleswig-Holstein seit ca. 20 Jahren wurden 2013 hier nachgewiesen. Zwei Brutpaare wurden gezählt.

Maßnahmen

Exemplarische hydrologische Optimierung in Absprache mit der Bundeswehr und dem Deich- und Hauptsielverband Dithmarschen durch z.B. Grüppenverschluß oder der Anlage von Flachwasserbereichen; Entfernung von Störkulissen (Röhrichte, Gebüsche, Bäume); Anlage von Gräben, Toren, (mobilen) Zäunen und Absperrgittern gegen Prädatoren.