Seiteninhalt

Untere Treene / Ostermoor

Das Ostermoor bei Seeth im Kreis Nordfriesland liegt in der Flusslandschaft der drei Flüsse Eider, Treene und Sorge direkt angrenzend an den Flusslauf der Treene. Die Treeneniederung ist geprägt durch weiträumige, feuchte Grünländereien auf Moor- und Marschböden und dem zentral gelegenen strukturreichen Niedermoor. Nasse und trockene Bereiche wechseln sich ab und geben diesem Übergang zwischen Marsch-Grünland und sandiger Geest ein Gesicht

Einfluss der Treene

Noch bis in die 1960er Jahre waren die Flächen entlang der Treene unter dem Einfluss des Wassers und eine landwirtschaftliche Nutzung der Flächen schwierig. Nach Eindeichung und Trockenlegung wurden die Flächen größtenteils für die intensive Landwirtschaft nutzbar. Im Rahmen eines Flurbereinigungsverfahrens wurden naturschutzfachlich wertvolle Flächen an die öffentliche Hand, insbesondere die Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein übertragen. Diese werden heute unter Auflagen an Landwirte verpachtet.

Das Projekt

Im Zuge des LIFE Limosa Projektes sind zahlreiche Maßnahmen geplant. Sie betreffen insbesondere die Wasserverhältnisse, die an die Bedürfnisse der Wiesenvögel angepasst werden. Uferschnepfen und andere Wiesenvögel sind auf offene Bereiche und eine freie Sicht angewiesen. Somit ist das Zurückdrängen höherwüchsiger Pflanzen durch Mahd und die Beseitigung von Störkulissen (Röhrichte, Gebüsche, Bäume) Ziel zahlreicher Aktivitäten.

Bestandstrend Uferschnepfe

Nutzung

Im Projektgebiet werden bis zu 70 Prozent der Flächen als Grünland genutzt. Die anderen 30 Prozent bestehen aus großen Röhrichtbereichen, die vom seltenen Schilfrohrsänger und anderen Vogelarten besiedelt wird. Das Grünland wird extensiv von Robustrindern beweidet. Aber auch eine späte Mahd wird nach Ende Juni durchgeführt, so dass die Wiesen attraktiv für Wiesenvögel sind. Auf einigen trockenen Teilflächen findet eine Winterbeweidung statt.

Fakten

Status

Natura 2000
Naturschutzgebiet
Bestandteil des Vogelschutzgebietes Eider-Treene-Sorge

Eigentümer

Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein

Größe

530 Hektar

Bestand 2015

Uferschnepfe: 8 Brutpaare